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           Farbgrafik-TouchDisplay EA eDIPTFT43

 
 
.. Datenblatt .. EA-Kit IDE
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
Mit der frei aus dem Internet herunterladbaren EA-Kit Entwicklungsumgebung (IDE) der Firma Electronic Assembly, können für das EA eDIPTFT43-A Touchdisplay ..

• Makroabläufe definiert,
• eigene Zeichensätze, sowie TTF-Zeichensätze definiert und eingebunden,
• Farbgrafiken und Zeichensätze im G16-Format erstellt und eingebunden,
• Bilder diverser Formate nach G16 konvertiert, geladen und eingebunden ..
   .. werden.

Nach der Zusammenstellung der Elemente in dem Editor der IDE und ihrer Compilierung, kann deren Funktion auf einem PC simuliert, oder über die RS232 (USB) Schnittstelle, zum Touchdisplay übertragen und dort ausprobiert werden. Hier werden die Elemente im 4Mbyte großen Flash-ROM abgelegt und stehen dort Anwendungen dauerhaft zur Verfügung, auch wenn die Spannungsversorgung des Displays unterbrochen wurde.

Die IDE verfügt über eine übersichtliche Online-Hilfe die aktiviert werden kann, indem der Cursor in eine Direktive oder eine ESC-Sequenz gestellt wird und folgend die Taste ][F1] betätigt wird.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Entwicklungsumgebung
Die EA-Kit Entwicklungsumgebung besteht aus dem Kit-ASCII-Editor dem Kit-Compiler und einem Simulationsprogramm. Sie arbeitet auf Systemen mit einem Windows-Betriebssystem.
In den Editor können ASCII-Texte eingegeben werden, die mit verschiedenen Endungen gespeichert werden können. Wie üblich legen die Endungen den Typ und den Verwendungszweck einer Dateien fest. Hier ein Überblick über mögliche Dateiendungen im Wirkungsbereich der EA-Kit IDE ..

.kmc – ist die Hauptdatei für Makrodefinitionen. Solche Definitionen sind logische
            Abfolgen von ESC-Sequenzen, welche das Display als Befehle interpretiert.
            In .kmc-Dateien können mit der Direktive INCLUDE <Dateiname.kmi>
            weitere Makrodateien eingebunden werden, ebenso können in ihr Bilder,
            diverser Formate, Grafiken und Zeichensätze angegeben werden, die in von
            einem Massenspeicher geladen und in das displayinterne Grafikformat
            gewandelt werden müssen..

.kmi  – sind Includedateien welche über INCLUDE <..> in die Hauptdatei.kmc
             eingebunden werden können. Normalerweise enthalten sie
             wiederkehrende Makros ode grundsätzliche Definitionen.
.kws  – in diesen Dateien sind Projekte (Workspace) abgelegt. Sie entstehen,
             wenn alle geöffneten Dateien auf dem Bildschirm durch [File][Save
             Workspace] gespeichert werden. Die Dateien können dann insgesamt
             durch [File] [Open Workspace] wieder geöffnet werden.

Dateiendungen im Bereich der durch die EA-Kit IDE zu verarbeitenden Daten

.fxt    – Diese Endung steht für Dateien in denen die Definitionen für monochrome Fonts
            (Zeichensätze) enthalten sind. Diese können über den Kit-Editor erstellt
            werden und durch ESC-Sequenzen mit Vorder- und Hintergrundfarbe versehen
            werden. Es sind auch farbige Zeichensätze möglich, diese besitzen jedoch
            das G16.Format
.ttf     – Windows TrueTypeFont. Solche Fonts kann die IDE in monochrome .fxt-Fonts
            wandeln.

.bmp – Hinter dieser Endung verbergen sich unkomprimierte Bitmapbilder, die bei der
            EA eDIPTFT43-Anzeige eine Größe von 480x272 Pixel besitzen sollten und
            farbig sein dürfen. Das Format wird von der IDE, wie die folgend genannten, in
            das Grafikformat .G16 gewandelt und zur Anzeige übertragen.
.jpg   – verlustbehaftetes, komprimiertes Bildformat, ohne Transparenzfarbe
.gif    – verlustfreies, komprimiertes Bildformat, mit einer möglichen Transparentfarbe
.tga   – verlustfreies, komprimiertes Bildformat, mit einer möglichen Transfarenzfarbe
.G16 – internes Bildformat des EA eDIPTFT43-A, in das alle anderen Bildformate
            gewandelt werden. Dieses Format kann RLE komprimiert werden und verfügt
            über eine mögliche Transparenzfarbe..

.txt    – Reine ASCII-Textdateien, welche Kommentare oder Beschreibungen
             zum Projekt (Workspace) enthalten

.df      – eine vom Compiler aus der .kmc -Makrodatei erzeugte Datei, welche
              zum Simulator oder über die RS232-Schnittstelle zur Anzeige
              übertragen werden muss.
 
 
 
 
 
Definitionen in der .kmc-Datei
Damit der Compiler eine .df-Datei für die tatsächlich vorliegende Anzeige erzeugt, muss ihr Typ in der .kmc (KitMacroCompilerdatei) benannt werden. Im obigen Beispiel lautet die entsprechende Angabe ..
                                                        eDIPTFT43-A   “Test“
Dabei bezeichnet eDIPTFT43-A das TouchDisplay EA eDIPTFT43-A(TP) und der String “Test“ steht als Platzhalter für einen beliebigen Projektnamen.

Soll die .df-Datei zunächst auf dem PC simuliert werden, so muss vor dem Befehl SIMULATION das Semikolon entfernt und vor die beiden nachfolgenden Zeilen gesetzt werden. Diese bestimmen nämlich im Moment, dass die .df-Datei über die serielle Schnittstelle COM1: mit 115200 Baud zur Anzeige übertragen werden sollen und hernach die Übertragung kontrolliert werden soll ..VERIFY.

Das Zeichen Semikolon ';' leitet Kommentare ein. Texte hinter diesem Zeichen werden vom Compiler ignoriert. Entsprechend ist die Simulation in obigem Text abgewählt.
 
 
 
 
 
Hardwaregesteuerte Makros der Anzeige
Normalerweise werden Makrodefinitionen von einem Wirtrechner ausgelöst, welcher die Anzeige benutzt. Jedoch kann auch die Anzeigehardware selber, einige Makros in Ausnahmesituationen auslösen. Dem Benutzer der Anzeige obliegt es, diesen Makros, vor der Benutzung der Anzeige, eine Funktion zuzuordnen. Folgende Makros werden von der Anzeige ausgelöst.

PowerOnMakro   – Dieses Makro wird aufgerufen, wenn die Anzeige erstmals an der
                                  Spannungsversorgung angeschlossen wird.
ResetMakro         – Dieses Makro wird nach jedem Reset der Anzeige aufgerufen
WatchdogMakro  – Wird nach einem Fehlerfall / Timeout>500ms aufgerufen
BrownOutMakro – Wird ausgelöst, wenn die Versorgungsspannung der Anzeige auf
                                  einen Wert <4V abfällt.

In der Folge das Beispiel einer .KMC Definitionsdatei für das EA eDIPTFT43-A Touch Display. Es spielt auf der Anzeige die farbige Bildfolge einer .gif-Animation ab.
 
 
 
 
 
Beispiel: GoBlack.KMC
 
 

 
                               ; GoBlack-Logo
                               ; für eDIPTFT43-A Display
                               ; =======================================
                               ; 12.09.2009 www.GoBlack.de, D.Schwarzer

eDIPTFT43-A "GoBlack-Logo"     ; define eDIP, "Projektname" max.32 Zeichen

COM1:  115200                  ; eDIP-Verbindung über COM1 mit 115200 Baud
;COM6: 230400                  ; eDIP-Verbindung über COM6 mit 230400 Baud
;USB: "eDIP Programmer"        ;      Verbindung EA 9777-1USB eDIP Programmer
;VERIFY                        ; Verify nach der Programmübertragung

;------------------|-------------------|-------------------|----------------|
; Konstante der Anzeige
XPIXEL = 480            ; Anzahl der x-Pixel horizontal
YPIXEL = 272            ; Anzahl der y-Pixel vertikal
Xmax   = XPIXEL - 1     ; max.Pixelposition x
Ymax   = YPIXEL - 1     ; max.Pixelposition y

; Befehlsworte
AUS = 0
EIN = 1
;------------------|-------------------|-------------------|----------------|
; Pfad zu den Bildern

GBlogo  = 0             ; Name Gblogo steht für 0 
Blog = 300              ; Breite des Bildes   
Hlog = 170              ; Höhe des Bildes

Animation: GBlogo   <Gblogo-big.gif>   ; Bild laden

;------------------|-------------------|-------------------|----------------
; Den Ordnungsnummern der Fonts Namen zuweisen (insgesamt max.256 Fonts)
FONT4x6         =  1
FONT6x8         =  2
FONT7x12        =  3
GENEVA10        =  4
CHICAGO14       =  5
SWISS30B        =  6
BIGZIF50        =  7
BIGZIF100       =  8
FONT8x16        = 10

;------------------|-------------------|-------------------|----------------|

; Pfadangabe zu den Fontdateien auf dem Massenspeicher
; (..\ einen Ordner zurück)
Path: <..\FONTS>                ; Pfadangabe zu den Fontdateien

; benötigte FXT-Dateien vom Massenspeicher laden und ihnen eine
; Ordnungsnummer oder einen Namen zuordnen
Font: FONT7x12, <7x12.FXT>
Font: FONT8x16, <8x16.FXT>
Font: SWISS30B, <SWISS30B.FXT>

;------------------|-------------------|-------------------|----------------|

; NORMAL-MAKROS, den Ordnungsnummern Namen zuordnen
MnPowerOn    = 0                        ; Power On Makro
GOBLACKlogo  = 1                        ; GoBlack Makro


;------------------|-------------------|-------------------|----------------|
PowerOnMakro:      ; wird nach dem Einschalten ausgeführt
#MN MnPowerOn
        
ResetMakro:        ; wird nach einem externen Reset ausgeführt
#MN MnPowerOn
        
WatchdogMakro:     ; wird nach einem Fehlerfall/Timeout >500ms ausgeführt
#MN MnPowerOn

BrownOutMakro:     ; wird nach einem Spannungseinbruch <4V ausgeführt
#MN MnPowerOn

;------------------|-------------------|-------------------|----------------|

; NORMAL-MAKROS, Ablauf durch ESC-Sequenzen definieren (# steht für ESC)

; -----------------------   
Makro: MnPowerOn
; -----------------------
#AL 0,0                                 ; alle Touchbereiche löschen
#DL                                     ; Grafik-Display löschen
#YS AUS                                 ; Terminal Pieper 0=Aus, 1=Ein
#AS AUS                                 ; Touch Pieper
#TC AUS                                 ; Terminal Cursor
#ZF FONT7x12
#ZC Xmax/2,Ymax/2,   "Malte Schwarzer"
#ZC Xmax/2,Ymax/2+12,"Brackende 16|21423 Winsen/Luhe"
#X 15                                   ; 15/10s warten        
#MN GOBLACKlogo                         ; GoBlack-Logo starten

; -----------------------
 Makro: GOBLACKlogo
; -----------------------
#YH 5                                   ; Licht auf 5%
#X  15                                  ; 15/10s warten        
#UZ 1,1                                 ; Zoomfaktor
#DL                                     ; Grafik-Display löschen

#WD GBlogo,(Xmax-Blog)/2,0,0,1,2        ; Animation starten
#ZF FONT8x16                            ; Font wählen
#ZC 240,200, "dESy Einchipcomputer"     ; Grafik-Text
#ZF SWISS30B                            ; Font wählen
#FZ 3,0                                 ; Font Farbe
#ZC 240,230, "Applikation"              ; Grafik-Text
#YH 70                                  ; Licht auf 70% 

 

 

 






Nach dem Ablauf der .GIF-Animation besitzt die Ausgabefläche der Anzeige das gezeigte Aussehen.




 

 

 

 

GoBlack.KMC-Datei compilieren und übertragen.

Um den obigen Quelltext zu übersetzten und seine Zeilen auf der Anzeige wirksam werden zu lassen muss er vom Compiler übersetzt werden. Hierzu wird im KitEditor der Menüpunkt [Compile] und dort das einzige Untermenü [Compile F5] aufgerufen. F5 bedeutet, dass man auch gleich die Funktionstaste [F5] hätte drücken können um den Compiler zu starten.


Der Compiler übersetzt die Datei GoBlack.KMC und bindet dabei die angegebenen Zeichensätze, Bilder und Makrodefinitionen zusammen. Das Resultat seiner Arbeit legt er in der Datei GoBlack.DF ab.

Da im obigen Quelltext die PC Schnittstelle COM1 angegeben wurde und zudem die Baudrate 115200 Baud, versucht der Compiler automatisch Kontakt zur Anzeige aufzunehmen. Gelingt dies, erscheint auf der Anzeige ein Fortschrittbalken. die Daten werden übertragen und hernach verifiziert. Ist dieser Vorgang abgeschlossen wird die Anzeige neu gestartet und die gesendeten Daten und Eigenschaften sind von nun an nach jedem Einschalten der Anzeige verfügbar.

 

 

Für obige Datei sind dies im Besonderen die beiden Makros, die von einem Wirtrechner mit den ESC-Sequenzen ESC M N 0 oder ESC M N 1 aufgerufen werden können. Die eingebundene Animation.gif kann hier heruntergeladen werden. Sie sollten wie gesagt, im gleichen Verzeichnis wie die Datei GoBlack.kmc liegen. Die Zeichensätze sind im Verzeichnis FONTS der EA-eDIP Beispiele zu finden.

 

 

 

 

 

Weiterer Inhalt

 

 

  

.. das BLH-Bildformat

 

 

  

.. die Entwicklung eines Zeichensatzes

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Übertragungsschnittstelle zur Anzeige vom EA-Kit Editor aus
Zwar verfügt das Touch-Display EA eDIP240 über mehrere Schnittstellen, jedoch kann von diesen für die Zusammenarbeit mit der EA-Kit IDE nur die serielle RS232 (USB) Schnittstelle verwendet werden.
Da die Anzeige die RS232-Schnittstelle nur auf der TTL-Signalbasis unterstützt muss ein Signalpegelwandler wie der MAX 232 benutzt werden, damit sich PC und Anzeige verstehen. Das nachfolgende Schaltbild zeigt eine mögliche Schaltung für einen solchen Adapter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Anschluss an einen PC muss die +5V Versorgungsgleichspannung der Anzeige über einen separaten Anschluss zugeführt werden.

Auch wenn bisher keine Störungen bei der seriellen Übertragung beobachtet wurde, sollte in diesem Fall der Jumper J3 beim Anschluss der Anzeige an einen PC geöffnet sein. Die gezeigte Stellung der Jumper J1 und J2 ist für ein 5-Leiter Nullmodemkabel gültig. Da die Leitung CTS über den MAX 232 ein Signal erhält, ist eine Brücke zwischen CTS und RTS überflüssig.

PC-seitig kann natürlich auch ein USB-Port verwendet werden, wenn ein USB-RS232 Adapter verwendet wird.

 

 

 

 

 

Link zum Hersteller

 

 

Das Bild zeigt ein Modell für Experimente mit dem EA eDIP43-ATP Touchdisplay.    Quelle: GoBlack-Modelle
 

 


 

www..de