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- Die Herstellung
eines Layouts geschieht nachdem ein Schaltungsentwurf vorliegt.
Ein solcher könnte wie nachfolgend gezeigt aussehen.
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2.1 Schaltplan
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Es handelt sich hierbei um eine
monostabile Kippstufe mit dem integrierten Baustein NE555, die
nach dem Anlegen der Spannungsversorgung im Ausgang ein
0V-Signal führt. Die angeschlossene Leuchtdiode LED ist
ausgeschaltet.
Wird der Taster kurzzeitig betätigt,
erscheint im Ausgang ein 9V-Signal, die LED leuchtet und
verlöscht erst nach einiger Zeit. Diese Zeit ist abhängig
von dem Widerstand R und dem Kondensator C. Konkret ergibt sich
die Zeit aus der Formel: Zeit = 1,1 R C. Widerstand
R1, Rr und Kondensator C2 sind Hilfsbausteine, welche den Pins 2,
4 bzw. 5 im Einschaltmoment definierte Signalpegel zuführen.
Rv ist der Vorwiderstand der Leuchtdiode.
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Monostabile
Kippstufe mit NE555. Mögliche Werte bei Ub=5V
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R1=
Rr= 4,7kOhm, Rv= 1,2kOhm, C2= 10nF, LED low current rot, R=
100kOhm, C= 47µF => tmax~ 5-6s.
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- Die Linien des
Schaltplans besitzen Kreuzungsstellen, die in einem Layout nicht
auftreten dürfen, da die Kreuzungsstellen ja keine leitende
Verbindung darstellen. Zur Herstellung eines Layouts muss der
Schaltplan 'entflochten' werden, so dass sich die Leiterbahnen
nicht kreuzen. Zudem besitzen reale Bausteine auch reale
Abmessungen, die es zu beachten gilt. Als konstruktive
Feinheiten dieser Schaltung erweisen sich die Fragen ..
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1. soll der Taster auf der Platine
angeordnet, oder an Pfostensteckern angeschlossen werden?
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2. soll die Spannungszuführung durch
eine Buchse oder Lötstellen angeschossen werden oder soll
gar ein Halter für eine Batterie auf der Platine vorgesehen
werden?
Nachdem diese Fragen geklärt sind kann
die Arbeit an dem Layout beginnen. Als Hilfsmittel kann man
Programme wie Target, Eagle, Sprint-Layout usw. verwenden. Wer
hierüber nicht verfügt kann ein normales
Pixel-Malprogramm verwenden wie es Photopaint oder Windows-Paint
sind. Bei einseitigen Layouts kann das Entflechten per Kopf
ohnehin erfolgsversprechender sein, als mit einem Autorouter.
Autorouter sind Programmteile in den oben genannten Programmen,
welche die Entflechtung eines eingegebenen Schaltplans
automatisch erfüllen. Leider laufen sie erst bei
doppelseitigen Layouts zu ihrer Hochform auf.
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- 2.2 Das
Layout
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Ein Layout für die obige Schaltung
könnte, wie im nächsten Bild dargestellt, aussehen.
Alle Verbindungen des Schaltplans wurden nachvollzogen, jedoch
kreuzen sich hier keine Leiterbahnen mehr. Die reale
Positionierung der Bauelemente ist ebenfalls vollzogen, lässt
sich aber im Layout nur schwer nachvollziehen.
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- 2.3 Der
Bestückungsplan
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Um auch bei späteren Nachbauten die
Bauelemente richtig platzieren zu können muss ein
Bestückungsplan gezeichnet werden, aus dem heraus die
Position der Bauelemente erkennbar wird. Zudem sollte eine
Bauteilliste angefertigt werden, welche den Typ und den
Hersteller der verwendeten Bauelemente näher beschreibt.
Layoutprogramme tun dies automatisch, jedoch soll hier ja von
der einfachsten und preisgünstigten Methode zur Herstellung
von einseitigen Layouts gesprochen werden.
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Das nachfolgende Bild zeigt zudem, dass
das Layout so angefertigt wurde, als würde man auf die
Bestückungsseite sehen.
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- 2.4
Herstellung des Layouts
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Obiges Layout wurde mit einem
Pixel-Zeichenprogramm gezeichnet, wie sie z.B. Windows-Paint
oder Corel-Photopaint und andere Programme darstellen und wurde
als Zeichnung mit 300dpi (300 Dots per Inch) wiedergegeben. Das
ausgedruckte Resultat ist um ein Vielfaches kleiner, wie die
nächsten Bilder zeigen, entspricht aber dem wirklichen
Grössenverhältniss der Bauelemente.

Ausdruck
des Layouts ca. 1:1

fertig
bestückte Schaltung ca 1:1
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Der Grund hierfür ist schnell
einsichtig. Ein Pixel ist nicht so gross, wie man es im
Zeichenprogramm sieht. Es muss, wenn 300 Pixel in ein Inch
=25,4mm passen, 25,4mm : 300 = 0,085mm gross sein.
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Als Auflösung für das zu
zeichnende Bild-Layout wurden also 300dpi gewählt. Diese
Einstellung überfordert kein Zeichenprogramm und auch
keinen der heutigen Drucker.
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Zur Herstellung eines Layouts darf bei
dieser Einstellung die Breite einer Leiterbahn, 4 Pixel nicht
unterschreiten, zudem müssen zwei Leiterbahnen, mindestens
3 Pixel voneinander entfernt sein. Hält man sich an diese
Regel, werden sowohl der Ausdruck, als auch der Ätzvorgang
mit einiger Sicherheit gelingen. Die schmalsten Leiterbahnen
besitzen dann also 'in Echt' eine Breite von 4 0,085mm=0,34mm
und sind etwa 3 0,085mm=0,25mm voneinander
entfernt. Breiter und weiter auseinander dürfen die
Leiterbahnen natürlich angeordnet werden.
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Da die meisten Pinabstände der
elektronischen Bauelemente ein Zollraster benutzen, bei ICs
beträgt der Pinabstand 1/10 Zoll = 2,54mm, ist es
hilfreich, das Raster des jeweiligen Zeichenprogramms
einzuschalten und dieses auf 1/10 Zoll = 1/10 Inch einzustellen.
Auf diese Weise wird die Positionierung der Bauelemente ein
Kinderspiel. Wer die konkreten Abmessungen seiner Arbeit im
Blick behalten will, kann bei dem Zeichenprogramm die 'Lineale'
einstellen, auf denen Entfernungen in Millimetern ablesbar sind.
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- 2.5 Texte im
Layout
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Texte die im Layout enthalten sind müssen
spiegelverkehrt gezeichnet werden. Hierfür halten
Zeichenprogramme entsprechende Funktionen bereit. Also erst
normal schreiben, dann horizontal oder vertikal kippen. Als
Schriftart sollte der Typ Arial in fetter Schrift gewählt
werden. Diese Schrift lässt sich bis hinunter zu 6dpi
ätzen.
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- 2.6 Drucken
der Layoutfolie
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Das zentrale Problem bei der Herstellung
der Layoutfolie ist ihr Ausdruck auf einem transparenten Medium.
Das Resultat muss unbedingt zu einer lichtundurchlässigen
schwarzen Färbung der Leiterbahnen führen. Dies ist
bei allen bisher bekannten und ausprobierten kommerziellen
Overheadfolien nicht der Fall. Auch Ausdrucke, die mit einem
Laserdrucker angefertigt wurden waren ungenügend.
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Wollen Sie Ihr Folienlayout in Bezug auf
die Lichtschlüssigkeit bewerten, dann halten Sie es gegen
eine helle Lichtquelle, und schauen sie hindurch. Sehen Sie
Licht durch die schwarzen Flächen fallen, taugt das Medium
nichts. Das Licht, das Ihr Auge sieht, sieht die Filmschicht
allemal. An diesen Stellen wird sie zerstört und die
Leiterbahnen werden notgedrungen auch dort durchätzt.
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2.6.1 Diazofilm
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Ein Folienersatz für
Tintenstrahldrucker ist Planfilm, oder sogenannter Diazofilm.
Man benutzt diesen Film zur fotografischen Reproduktion und
Mikroverfilmung von Dokumenten. Allerdings ist seine
Lichtempfindlichkeit bei der hier anstehenden Benutzung ohne
Belang. Druckt man mit schwarzer Druckertinte auf diesem
Material, erhält man die gewünschte tiefschwarze,
geschlossene Färbung. Trocknen lassen und das Layout ist
fertig.
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Diazofilm besitzt anfänglich eine
leicht gelbliche Färbung, die von seiner (nicht benötigten)
Filmschicht herrührt. Bei der ersten Belichtung einer
Basisplatine entfärbt sich die Folie im ultravioletten
Licht und nimmt keinen Einfluss auf die durchfallende
Lichtmenge. Diazofilm kann man von uns beziehen. Wir haben uns
die Rollenware von der Fa. OCE-Deutschland GmbH, 45466 Mülheim
an der Ruhr besorgt (s.Linkliste).
Ein weiterer Hersteller/Händler soll die Firma Folex
(s.Linkliste)
sein.
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2.6.2 Toner-Verdichter
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Eine zweite Methode, die wir noch nicht
ausprobiert haben, bezieht sich auf den Ausdruck mit einem
Laserdrucker. Diese Drucker schwärzen die Folie mit sehr
feinem Russ. Wie gesagt sind auch hier feine Löcher in der
Schwärzung zu sehen. Übersprüht man den Russ mit
einem Toner Verdichter, so wird er angelöst und verläuft
ein wenig, so dass jetzt eine lichtschlüssige Schwärzung
entstehen soll. Auf den Internetseiten der Fa. Huber, Troisdorf
(s.Linkliste)
wird der Toner-Verdichter beschrieben, und es werden Händler
genannt, die ihn im Angebot haben.
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