Theorie
 
 
 
 
 
Computertechnik
 
 
 
 
 
.. Stichwort: Adressbus
 
 
 
 
 

 
 
 
 

 

Jede CPU muss einen Hauptspeicher besitzen. Dieser besteht aus vielen Speicherzellen, von denen jede ein Byte, also 8Bit umfasst. Zu einem bestimmten Zeitpunkt darf nur jeweils eine solche Speicherzelle aktiv sein. Welche Speicherzelle das ist, bestimmt die CPU über eine Anzahl von Leitungen, die man Adressbus nennt. Das die Anzahl dieser Leitungen erheblich sein kann erkennt man aus folgender Überlegung.
Mit einer Leitung und den darauf übertragbaren digitalen Signalen 0 und 1 liessen sich zwei Speicherzellen ein- bzw. ausschalten. Eine Speicherzelle müsste sich mit dem 0-Signal einschalten lassen, die andere mit dem 1 Signal. Bei zwei Leitungen könnten schon vier Speicherzellen ein- bzw. ausgeschaltet werden. 00 schaltet Speicherzelle 1, 01 schaltet Speicherzelle 2, 10 schaltet Speicherzelle 3 und 11 schaltet Speicherzelle 4. Bei drei Leitungen wären es 8 Speicherzellen, die getrennt voneinander geschaltet werden könnten, bei vier Leitungen 16 Stück.

Kurz gefasst lässt sich durch die Formel: 2 hoch Anzahl der Leitungen berechnen, wieviele Speicherzellen eingeschaltet werden können. Bei 20 Leitungen sind dies 2^ 20 = 1.048.576 Speicherzellen. Diese Menge an Speicherzellen würde man als 1MByte ansprechen, denn in der Computertechnik wird der Einheitenvorsatz K von Kilo mit 1024 gehandelt und 1K mal 1K ergibt 1M (1024*1024= 1.048.576). Der Grund dafür, das k = Kilo nicht mehr 1000 bedeutet liegt in dem Umstand begründet, dass in der Computertechnik das Zweierzahlensystem benutzt wird und nicht das Zehnerzahlensystem.

Führt man die vorgestellte Reihe fort erkennt man, dass mit je 10 weiteren Leitungen der Sprung in die nächste 1024 Stufung vollzogen wird. Mit 30 und mehr Leitungen können Speicherräume im Gigabytebereich adressiert werden, mit 40 und mehr Leitungen im Terabereich und mit 50 und mehr Leitungen im Petabereich (s.nachfolgende Tabelle)

 

 

 

 

EV

  Name

Ursprung

Wert

Y

Yotta

 ital. otto = acht

 280

1.208.925.819.614.629.174.706.176

 Quadrillion

Z

Zetta

 ital. sette = sieben

 270

1.180.591.620.717.411.303.424

 Trilliarde

E

Exa

 gr. hexákis = sechsmal

 260

1.152.921.504.606.846.976

 Trillion

P

Peta

 gr. pentákis = fünfmal

 250

1.125.899.906.842.624 

 Billiarde

T

Tera

 gr. téras = Ungeheuer

 240

1.099.511.627.776 

 Billion

G

Giga

 gr. gígas = Riese

 230

1.073.741.824 

 Milliarde

M

Mega

 gr. mégas = gross

 220

1.048.576 

 Million

k

Kilo

 gr. chílioi = tausend

 210

1.024 

 Tausend

Einheit

 

 20

 Eins

 

 

 

 

Das der genannte Umfang an Leitungen für den Adressbus nicht untertrieben wurde, kann anhand der folgenden CPU-Typen belegt werden ..

 

 

i8080   – 16 Leitungen => 64KByte

 

 

i8086   – 20 Leitungen => Speicherraum 1MByte

 

 

i80286 – 24 Leitungen => Speicherraum 16MByte

 

 

i80386 bis Pentium – 32 Leitungen => Speicherraum 4GByte

 

 

................. x86-64 – (52 Leitungen? => Speicherraum 4PByte)

 

 

................. x86-64 – (64 Leitungen? => Speicherraum 16EByte)

 

 

 

 

 

In der nachfolgenden Tabelle kann man ablesen, wieviele Bytes mit einer bestimmten Anzahl von Leitungen adressierbar sind.

 

 

 

 

Lt

Bytes

Lt

Bytes

Lt

Bytes

Lt

Bytes

Lt

Bytes

Lt

Bytes

Lt

Bytes

1

2

11

2K

21

2M

31

2G

41

2T

51

2P

61

2E

2

4

12

4K

22

4M

32

4G

42

4T

52

4P

62

4E

3

8

13

8K

23

8M

33

8G

43

8T

53

8P

63

8E

4

16

14

16K

24

16M

34

16G

44

16T

54

16P

64

16E

5

32

15

32K

25

32M

35

32G

45

32T

55

32P

65

32E

6

64

16

64K

26

64M

36

64G

46

64T

56

64P

66

64E

7

128

17

128K

27

128M

37

128G

47

128T

57

128P

67

128E

8

256

18

256K

28

256M

38

256G

48

256T

58

256P

68

256E

9

512

19

512K

29

512M

39

512G

49

512T

59

512P

69

512E

10

1024

20

1024K

30

1024M

40

1024G

50

1024T

60

1024P

70

1024E

 

1KB

 

1MB

 

1GB

 

1TB

 

1PB

 

1EB

 

1ZB

 

 

 

 

Die Signale des Adressbusses gehen immer von der CPU aus, die ja eine ihrer vielen Speicherzellen einschalten möchte. Wegen dieses Einrichtungsbetriebs nennt man den Adressbus einen unidirektionalen Bus.

 

 

 

 

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