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- Der Pin Disch (Discharge
-Entladen)
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Wie oben im Bild zu sehen ist, wird er
Pin Discharge, immer dann aktiv, wenn das FlipFlop im Ausgang
durch ein Resetsignal oder den Thresholdkomparator
zurückgesetzt wird. In diesem Fall erscheint im Ausgang
des FlipFlops ein log1-Signal, welches den angeschlossenen
Transistor gegen das Bezugspotential durchschaltet. Vom Pin
Discharge kann nun eine positive Ladung gegen das
Bezugspotential abfließen (offener Kollektor). Typischer
Weise wird dies die Ladung eines extern mit dem Pin verbundenen
Kondensators sein, der auf diesem Weg entladen werden kann.
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- Monostabile Kippstufe
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An der nachfolgend gezeigten Beschaltung
des NE 555, welche aus ihm eine getriggerte monostabile
Kippstufe macht, wird seine interne Funktion deutlich.
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C2=10nF,
Rr= 4,7kOhm, R und C bestimmen die Rückfallzeit
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- Wird die obige Schaltung an eine
Versorgungsspannung gelegt, möchte sich der Kondensator C
über seinen Reihenwiderstand R aufladen. Ob ihm das
gelingt, ist von dem Discharge-Transistor abhängig, der
den Schaltungspunkt zwischen R und C auf das Bezugspotential
(GND) legen kann. Welchen Zustand dieser Transistor nach dem
Einschalten der Versorgungsspannung besitzt, liefert eine
Betrachtung der beiden Komparatoren vor dem RS-FlipFlop und
dessen übergeordnetem Reset-Eingang (R1).
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Einschaltmoment
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Der nicht invertierende Eingang (+) des
Treshold-Komparators wird im Moment des Einschaltens in jedem
Fall an 0V liegen, derweil der Kondensator C entladen ist. Da
der invertierende Eingang (-) des Treshold-Komparators an 2/3
Ub = 6V liegt, wird dessen Ausgang zur unteren Grenze der
Spannungsversorgung hin getrieben und das sind 0V. Der
Reset-Eingang (R) des Flip-Flops ist also inaktiv (log 0).
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Gleiches gilt für dessen Set-Eingang
(S). Hier liegt der nicht invertierende Eingang (+) des
Trigger-Komparators an 1/3Ub = 3V, während der
invertierende Eingang (-) über den Triggerschalter an Ub =
9V liegt. Der Ausgang des Trigger-Komparators wird zur unteren
Aussteuerungsgrenze hin verstärkt und das sind ebenfalls
0V. Somit ist auch der Set-Eingangs (S) des Flip-Flop inaktiv
(log0)
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Da der übergeordnete Reset-Eingang
(R1) des Flip-Flops durch das anliegende Signal Ub dauerhaft
inaktiviert ist, kann für den Einschaltmoment festgestellt
werden, dass alle drei Eingänge des RS-Flip-Flop nach dem
Einschalten der Spannungsversorgung keine Veränderung an
diesem hervorrufen, womit sich das Flip-Flop im Ruhezustand
befindet. Dieser bildet sich, durch die Invertierung am Ausgang
des Flip-Flops, mit einer log1 ab. Diese 1 schaltet den
Discharge-Transistor ein, der nun seinerseits den Punkt
zwischen R und C auf dem Bezugspotential GND hält. Im
Ausgang Output der Gesamtschaltung liegt wegen der zweiten
Invertierung ebenfalls das Bezugspotential GND = 0V an. Somit
hat die obige Schaltung einen stabilen Zustand. Der Kondensator
C ist entladen und wird sich auch nicht aufladen.
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Das Triggersignal
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Der zuvor geschilderte Ausgangszustand
ändert sich erst dann, wenn am Triggereingang eine
Spannung anliegt, die unter 1/3Ub = 3V sinkt. In diesem Fall
kippt der Ausgang des Triggerkomparators von 0V, hin zur oberen
Aussteuergrenze (hier 9V). Dieses aktiviert den Set-Eingang (S)
des RS-Flip-Flop. Dessen Ausgang wird wegen der Invertierung zu
0 und schliesst den Dischargetransistor. Der Ausgang Output der
Gesamtschaltung wechselt seine Spannung von GND = 0V auf Ub=9V.
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Durch die Entfernung des GND-Potentials
im Punkt zwischen R und C, kann sich nun der Kondensator C
aufladen. Nach einer Verzögerungszeit, die im Datenblatt
mit ..
td = 1,1
R C
- .. angegeben wird, erreicht die
Spannung dort 2/3Ub = 6V. Wird diese Spannung überschritten,
kippt die Ausgangsspannung des Treshold-Komparators von 0V auf
die obere Aussteuergrenze (hier 9V).
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Jetzt sind zwei Fälle zu betrachten.
Der Normalfall, .. das Triggersignal
wurde in der Zwischenzeit inaktiv.
Der Fehlerfall, .. das
Triggersignal ist noch immer aktiv
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Der Normalfall
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Während der Aufladezeit des
Kondensators C stieg das Triggersignal über 1/3Ub=3V und
verblieb dort. In diesem Fall wurde das Set-Signal am Eingang
(S) des Flip-Flops auf 0 zurückgenommen. Das Überschreiten
der Signalgrenze von 2/3Ub am Treshold-Komparator führt
damit beim RS-Flip-Flop zu einer definierten Aktivierung des
Reseteingangs (R) mit log 1.
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Durch die Aktivierung des Reseteingangs
fällt der Ausgang des Flip-Flops von 0 auf 1 zurück.
Der Dischargetransistor wird eingeschaltet und legt den Punkt
zwischen R und C auf das Bezugspotential. Dies wiederum entlädt
in sehr kurzer Zeit den Kondensator C. Der Ausgang Output der
Gesamtschaltung fällt von Ub=9V zurück auf GND = 0V.
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Zusammen mit dem Entladen des
Kondensators C, fällt auch die Spannung am nicht
invertierenden Eingang des Treshold-Komparators. Unterhalb von
2/3Ub kippt dessen Ausgangssignal zurück, womit am
RS-Flip-Flop das Resetsignal auf 0 sinkt und damit
zurückgenommen wurde.
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Die Schaltung befindet sich wieder in
einem stabilen Zustand, den erst ein weiteres Triggersignal
unterbricht.
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Weitere Triggersignale die während
der Aufladezeit des Kondensators eintreffen, haben keine
Auswirkung auf den Aufladevorgang (s.unten, Fall 2).
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Der Fehlerfall
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Der Aufladevorgang des Kondensators C
führte nach Erreichen von 2/3Ub = 6V zur Aktivierung des
Reseteingangs am RS-Flip-Flop, jedoch wurde das Triggersignal
in der Zwischenzeit nicht zurückgenommen, oder ist gerade
wieder aktiv. Es ist also der Set-Eingang am Flip Flop gerade
gesetzt.
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Dieser Zustand darf bei RS-Flip Flops
nicht auftreten, denn er führt zu undefiniertem Verhalten.
Als Resultat können kurzzeitige Spannungseinbrüche im
hohen Ausgangssignal von Output auftreten, während die
möglicherweise eingeleitete, aber unvollständige
Entladung des Kondensators zu einer erneuten, aber undefiniert
langen Aufladezeit führt. (s.unten Fall 3).
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Signaldiagramm
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- Fall
1: Normaler Zustand, Triggersignal
zurückgesetzt vor Ablauf der Verzugszeit
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Fall
2: Mehrere Triggersignale während der
Verzugszeit
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Fall
3: Triggersignal noch nach dem Ablauf der
Verzugszeit aktiv
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Astabile Kippstufe
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C2=10nF,
Rr= 4,7kOhm, R1,R2 und C bestimmen die Taktzeiten
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- Impulszeit ohne Diode: t1
= 0,69 (R1 + R2)
C
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Pausenzeit ohne Diode t0
= 0,69 ( R2)
C
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Periodendauer ohne Diode: tp = 0,69
(R1 + 2 R2)
C
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Aus diesen Formeln geht hervor, dass die
Einschaltzeit der obigen Schaltung immer länger sein muss,
als die Ausschaltzeit. Nur wenn R1 gegenüber R2 klein ist
verbessert sich dieses Verhältnis. Gleiche Impulszeiten
erhält man jedoch, wenn man die Diode D einfügt und
R1 und R2 gleich gross sind.
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Impulszeit mit Diode: t1
= 0,69 R1
C
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Pausenzeit mit Diode t0
= 0,69 R2
C
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Periodendauer mit Diode: tp =
0,69 (R1 + R2)
C
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Eine Umkehrung der Impulszeiten, also
lange Ausschaltzeiten und kurze Einschaltzeiten lassen sich nur
durch eine Invertierung des Ausgangssignals erreichen.
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