Projekte mit dem dESµ MC80515

 

 

 

 

MC80C515 durch den MC80515A ersetzen

 

 

 

 

 

Der MC80C515A und der MC83C515A-5 sind weiterentwickelte Prozessoren der MC80C515/80C535 Serie von Siemens-Infineon. Die Bezeichnungen A bzw. A-5 weisen darauf hin. Dabei ist der A-Prozessor die ROM-lose Version die dem MC80C535 entspricht, während die A-5 Version einen 8kByte grossen, maskenprogrammierbaren ROM auf dem Chip besitzt, so wie es auch beim MC80C515 der Fall ist.

Wesentlicher als der Unterschied in der Bezeichnung sind die funktionalen und hardwaremässigen Veränderungen ...

 

 

 

 

 

funktionale Veränderungen beim 80C515A / 83C515A-5
Die beiden von Siemens hervorgehobenen Veränderungen sind ein1 kByte XDATA RAM im Adressraum F800h-FBFFh auf dem Chip, der beim 80C515 nicht vorhanden ist und adressparallel zu dem externen XDATA-Speicher betrieben werden kann, sowie ein 10Bit AD-Wandler (zuvor 8Bit).
Beide Komponenten bedingen dabei aus Kompatibilitätsgründen einige zusätzliche Flaggen und Speicher im SFR-Bereich, denn unabhängig von den hinzugefügten Neuerungen ist dieser Mikrocontroller voll kompatibel zu den MC80C515/ MC80C535 Einchipcomputern.

 

 

 

 

 

hardwaremässige Veränderungen beim 80C151A / 83C515A-5
Die hardwaremässig vorgenommenen Änderungen beziehen sich auf die Signale an vier Pins. Das nachfolgende Bild zeigt sie farblich, wobei sich die benutzten Farben auf die in der Bildmitte genannten Controller bezieht.


Pin 1 besitzt auf einem bereits zuvor vorhandenen Signal, eine zusätzliche Funktion. Diese stört bei einer Adaption nicht weiter. Aber auch die drei anderen Signaländerungen lassen sich ohne grossen Eingriffe in die dESµ Platinen schnell anpassen. Es sind dies ..

 

 

Pin  

MC 80C515 – A

MC 80C515 / MC80515

 

 

1  

P4.0 / #ADST

P4.0

 

 

68  

#HWPD

Vcc

 

 

37  

Vcc

Vcc / Substratpin

 

 

4  

#PE / SWD

#PE

 

 

 

 

 

Adaption des MC80C515-A an dESµ-Platinen
Bei den dESµ-Platinen wird dem Mikrocontroller die Versorgungsspannung +Ub über Pin 68 zugeführt. Dies geschieht aus Kompatibilitätsgründen zum NMOS-Prozessor MC80515. Dieser wiederum besitzt auf Pin 37 einen Substratpin und muss über einen Kondensator gegen GND abgeschlossen werden. Diese Spannungszuführung an Pin 68 kann bestehen bleiben, denn Sie legt nun den Eingang /HWPD des MC80C515-A an log 1 und deaktiviert ihn somit. Damit ist zwar die Möglichkeit vergeben, den Controller in den Power-Down Zustand abzuschalten, aber bei ersten Experimenten muss dies kein Nachteil sein. Ist bei dem benutzten dESµ-Controller zu diesem Pin eine Brücke eingefügt, so kann diese durch eien 10k Pull-Up Widerstand ersetzt werden, was den Power-Down-Zustand -Zustand wieder möglich macht.

Ohne den Kondensator von Pin 37 gegen GND zu entfernen, muss mit einer Drahtbrücke die Versorgungsspannung an Pin 37 geführt werden. Dies ist der aufwendigste Eingriff.

Der letzte Eingriff betrifft Pin 4. Dieser Eingang lag bisher über einen internen Pull-Up Widerstand des Controllers an +Ub, und war nach aussen nicht beschaltet. Er sollte nun an GND gelegt werden, was eine Lötbrücke von der Abschirmung unterhalb des Prozessors auf den Pin ohne Aufwand erledigt. Durch diesen Eingriff wird der automatische Start des Watchdogtimers nach einem Reset verhindert. Dieser Start ist zumindest im Experimentiermodus störend, da er vom Monitorprogramm nicht unterstützt wird und demnach, den Controller nach jedem Ablauf des Timers über einen RESET neu zurücksetzt.

 

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