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Der Kommandozeilen-Prozessor oder Kommandozeilen-Interpreter, der von DOS-PCs als Datei 'command.com' bekannt ist, interpretiert die DOS-Befehle, die über die Tastatur, von Hand eingegeben werden und führt sie aus. Ebenso verhält er sich in Bezug auf die Befehle, die in einer Stapelverarbeitungsdatei (Batchdatei), wie der AUTOEXEC.BAT aufgelistet sind.
Da Einchipcomputer normalerweise keine Tastatur und keinen Bildschirm besitzen, müssen sie sich diese Ein-/Ausgabegeräte von einem PC oder Laptop leihen. Programme, die dem Einchipcomputer eine Ein-, Ausgabegelegenheit auf einem PC ermöglichen, nennt man Terminalprogramme. Sie stellen eine zumeist serielle Verbindung zum Einchiprechner her und senden ihm die Tastatureingaben des PC.
Ausgaben des Einchipcomputers werden zum Bildschirm des PC übertragen. Terminalprogramme sind Windows-HyperTerm oder das Freeware-Programm TeraTerm. Auch das Programm @Chiptool der Fa. BECK enthält ein Terminalprogramm. Die serielle Verbindung nennt man üblicherweise den Standard-Datenstrom (stream) der abgekürzt mit 'stdio' bezeichnet wird. Er unterteilt sich in den Eingabedatenstrom 'stdin' und den Ausgabedatenstrom 'stdout'
Die Kommandos Nachdem der PC und der Einchipcomputer miteinander verbunden sind, können an den Einchipcomputer, über die Tastatur des PC, Kommandos abgesetzt werden, so wie sie unter COMMAND angegeben sind. Der Einchipcomputer verarbeitet diese und sendet in der Regel Bestätigungen zurück, die auf dem Terminalbildschirm des PC angezeigt werden. Die Tastaturkommandos beziehen sich beim Kommandozeilen-Prozessor des IPC@CHIP, auf das virtuelle Diskettenlaufwerk A:\, Netzwerkeinstellungen und deren Statusanzeigen, sowie Hardwareeinstellungen an den Pins des SC12.
Nach der Inbetriebnahme eines IPC Netzwerkservers beispielsweise, werden die ersten Kommandos, die Einstellung seiner Netzwerkeigenschaften betreffen. Konnte das Terminalprogramm den Rechner über die serielle Schnittstelle erreichen, so wird man die IP-Adresse und die Netzwerkmaske festlegen, sowie die Frage nach dem Vorhandensein eines DHCP-Servers klären müssen. Dies geschieht über Befehle des Kommandozeileninterpreters. Im Bildschirm des Terminalprogramms gibt man dazu die folgenden Befehle zeilenweise ein ..
DHCP 0 IP 192.168.0.10 NETMASK 255.255.255.0 IPCFG
Die Interpretation dieser Befehle lautet. Kein DHCP Server im Netzwerk vorhanden, oder er soll nicht verwendet werden, und da nun keine automatische Zuordnung einer IP-Adresse erfolgen kann, wird festgelegt, dass .. der IPC-Rechner mit der IP-Adresse 192.168.0.10 arbeiten soll, wobei die Netzwerkmaske im Netzwerk 255.255.255.0 lautet. Der letzte Befehl IPCFG bewirkt, dass die vorgenommenen Einstellungen noch einmal angezeigt werden. Achtung: Die ersten drei Kommandos werden erst nach einem Neustart des IPC Rechners wirklich wirksam. Das letzte Kommando kann immer dann eingegeben werden, wenn man die vorherigen Einstellungen kennen lernen möchte.
.. ebenso verfährt man, wenn die Dateien des Diskettenlaufwerks manipuliert werden sollen. Eine komplette Ansicht dieser Dateien erhält man durch den Befehl DIR. Verzeichnisse lassen sich mit 'MD Verzeichnisname' erstellen, mit 'RD Verzeichnisname' wieder löschen. Mit 'CD Verzeichnisname' kann man auf ein Verzeichnis umschalten. Wie das im Einzelnen zu handhaben ist, steht in den Beschreibungen des Menüs [COMMAND].
Batchdateien oder Stapelverarbeitungsdateien Batchdateien müssen die Endung .bat tragen, damit Sie vom Betriebssystem als solche erkannt werden. Ihr Start erfolgt durch die Eingabe ihres Dateinamens im Terminalfenster, z.B. 'ip_neu.bat' <cr>.
Die in ihnen enthaltenen Befehlszeilen an den Kommandozeilen-Prozessor werden der Reihe nach, Zeile für Zeile abgearbeitet, so als hätte man diese per Hand eingegeben. Batchdateien sind reine ASCII-Textdateien und können mit einfachsten Texteditoren erstellt werden.
Bei den Batchdateien des IPC@CHIP muss man insofern etwas aufpassen, als die gestarteten Programme wegen des Echtzeitbetriebssystems zeitgleich ablaufen können. Die nächste Zeile einer Stapelverarbeitung wird also ausgeführt, noch bevor sich das zuvor gestartete Programm beendet hat. Soll dies nicht geschehen, so kann durch den Befehl BATCHMODE eine serielle Verarbeitung erzwungen werden. Von dieser Regel weichen nur die Kommandos WAIT und REBOOT ab.
Die Batchdatei AUTOEXEC.BAT Bei ihr gelten alle oben genannten Regel für Batchdateien. Der Unterschied zu diesen liegt darin, dass die AUTOEXEC.BAT -Datei vom Betriebssystem auf dem Diskettenlaufwerk gesucht wird, ..und falls vorhanden .. automatisch gestartet wird, nachdem das Betriebssystem hochgefahren und eingerichtet ist.
Hierdurch lassen sich schon mit dem Start des Betriebssystems automatisch Voreinstellungen vornehmen, die sonst per Hand eingeleitet werden müssten. Im Besonderen lassen sich aus dieser Datei heraus die Anwendungsprogramme starten, so dass nach dem Hochlaufen des IPC-Rechners sofort die gewünschte Applikation arbeitet. |
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Das Bild zeigt den Inhalt einer autoexec.bat Datei. Nach ihrem Start, wird die IP-Configuration des Rechners angezeigt, sowie der Status des Web-Servers. Dann wird das Programm main.exe gestartet. Als Editor wurde hier der Windows-Notepad-Editor benutzt. |
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