Betriebssystem
 
 
 
 
 

embedded Webserver SC1x -IPC@CHIP  
 
 
 
 
 

Die Startdateien chip.ini und autoexec.bat

 

 

Was tun die Startdateien

 

 

Nach dem Einschalten bringt das Betriebssystem alle Hardwarekomponenten in einen Grundzustand, der von den Systemprogrammierern vorgegeben wurde. Man nennt diesen Vorgang die Initialisation. Diese endet wenn das Betriebssystem alle Hardwarekomponenten eingestellt hat. Nun wartet es in einer unendlichen Schleife auf Eingaben des Anwenders. Über die Tastatur kann dieser unter Verwendung der Befehle des COMMAND-Interpreters, die Voreinstellung verfeinern, seinen Wünschen anpassen .. und vor allen Dingen ein Programm starten. Das ist nervig und schreit nach Automatisierung.


Den Hebel hierzu bieten zwei normale Textdateien, deren Vorhandensein das Betriebssystem beim Start überprüft .. und sind sie vorhanden, und nicht leer, wertet es die enthaltenen Befehle automatisch aus. Diese Dateien nennen sich chip.ini und autoexec.bat. Beide müssen sich im Wurzel- oder Stammverzeichnis des virtuellen Laufwerkes A:\ befinden, sonst kann sie das Betriebssystem nicht finden. Welche Einstellmöglichkeiten sie bieten, kann in den Kapiteln [COMMAND] und [CONFIG] nachgelesen werden.

 

 

 

 

 

CHIP.INI

 

 

Die Datei chip.ini ist eine reine ASCII-Text-Datei und kann mit einfachsten Texteditoren wie z.B. Windows-NotePad erstellt werden. Sie muss sich im Wurzelverzeichnis des virtuellen Laufwerks A:\ befinden und wird als erste der beiden Startdateien ausgewertet.

Ihr Hauptzweck ist die Freigabe und die Einstellung von Komponenten des Betriebssystems, wie dem FTP-, HTML-, SMPT-, und dem PPP-Server. Diese Komponenten können nur über die chip.ini - Datei oder von laufenden Programmen, jedoch nicht von Hand beeinflusst werden. Welche Kommandos es für die Datei chip.ini gibt, ist links im Kapitel [CONFIG] beschrieben.

Das Bild unten zeigt ein Beispiel für Eintragungen in einer chip.ini Datei. Hier wird festgelegt, dass der IPC-Server die feste IP-Adresse 192.168.0.10 erhalten soll, die Netzwerkmaske des angeschlossenen Netzwerks 255.255.255.0 lautet und er sich keine IP-Adresse von einem eventuell im Netzwerk vorhandenen DHCP-Server holen soll. Ein Gateway ist in diesem Netz nicht vorhanden, was dessen Eintrag 1.1.1.1 verrät.

Weiterhin wurde das Startverzeichnis des HTML-Servers auf A:\www gesetzt und die Startseite in diesem Verzeichnis auf index.htm festgelegt. Durch die Voreinstellungen dieser Datei kann der IPC-Rechner sofort nach dem Start des Betriebssystems als HTML-Server arbeiten. Es müssen keine Programme gestartet werden, die diese Einstellungen am Betriebssystem vornehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt eine chip.ini-Datei, die mit dem Windows-ASCII-Editor NotePad bearbeitet wurde. Weitere Befehle sind in der Beschreibung CONFIG zu finden.

 

 

 

 

 

Wie im Bild ebenfalls zu sehen ist, werden einige der chip.ini-Einträge von eckigen Klammern umschlossen. Das sind die Paragraphen, die gleichartige Befehle zusammenfassen. In der Auflistung aller Befehle für die chip.ini Datei werden die zu den Befehlen gehörenden Paragraphen ebenfalls genannt, und es ist zwingend alle Befehle, die zu einem bestimmten Paragraphen gehören, unter diesem zu versammeln.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

AUTOEXEC.BAT

 

 

Auch die Datei autoexec.bat ist eine reine ASCII-Text-Datei und kann mit einfachsten Texteditoren wie z.B.Windows-NotePad erstellt werden. Sie muss sich im Wurzelverzeichnis des virtuellen Laufwerks A:\ befinden und wird nach der Datei chip.ini ausgewertet. Genaugenommen, nachdem das Betriebssystem vollständig hochgelaufen ist.

Mit ihr können dateibezogene Einstellungen vorgenommen und Statusberichte angezeigt werden. Ihre wichtigste Aufgabe ist der automatische Start von Programmen, von denen bis zu 12 Stück hintereinander gestartet und gleichzeitig zum Laufen gebracht werden können. Die Kommandos der autoexec.bat sind identisch mit denen, die von Hand über die Tastatur eingegeben werden können. Welche Kommandos es gibt, wird unter [COMMAND] beschrieben.

Im unteren Beispiel wird nach dem Start des Betriebssystems die IP-Konfiguration des Rechners, sowie der Status des WebServers angezeigt. Dann wird automatisch das Programm main.exe gestartet.

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt eine autoexec.bat-Datei, die mit dem Windows-ASCII-Editor NotePad bearbeitet wurde. Weitere Befehle sind in der Beschreibung COMMAND zum Kommandozeilen-Interpreter zu finden.

 

 

 

 

 

Die Datei autoexec.bat wird auch als Stapel- oder Batchdatei bezeichnet, was gleiches bedeutet und ihr die Dateiendung .bat einbrachte. Der Name deutet darauf hin, dass in dieser Datei die Befehle zeilenweise hintereinander aufgeschrieben vorliegen, um dann in eben dieser Reihenfolge vom Betriebssystem abgearbeitet zu werden. Wer die Reihenfolge der Befehle für eine Stapeldatei ausprobieren will kann sie zunächst per Hand im Kommandozeilen-Interpreter eingeben und wenn alles funktioniert, in gleicher Abfolge zeilenweise in der Stapeldatei aufschreiben. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass einige Befehle des Kommandozeilen-Interpreters erst übernommen werden, wenn der Computer neu gestartet wird.

 

 


 

 

 

 

 

ASCII-Text-Editoren

 

 

Unter einem ASCII-Text versteht man einen Text, der ausschliesslich aus Code-Zahlen der ASCII-Code-Tabelle besteht. Es befinden sich in ihm keine Codes zur Formatierung oder Ausgestaltung des Textes, wie sie bei Office-Programmen zu finden sind. In den Text eingebundene Codes, durch die der Text rot oder fett ..usw. dargestellt wird, gibt es nicht. Die meisten Schreibprogramme können ihre Dokumente als ASCII-Text exportieren.

 

 

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